Im Rahmen der „Förderung der Innovationskompetenz mit gemeinnützigen Industrieforschungseinrichtungen“ (INNO-KOM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat die Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Werkstoffe e.V. (FGW) die Zuwendung für ein entscheidendes Upgrade ihres Metall-3D-Druckers erhalten. Start des Projekts „MPC – Metal Printing Copilot“ ist der 01.02.2026.
Der LPBF-Drucker AconityMIDI der Firma Aconity3D GmbH ist seit etwa sechs Jahren bei der FGW insb. für die Materialentwicklung und Prozessoptimierung in der additiven Fertigung im Einsatz. Das im Rahmen des Projekts „3D Printed Tool Steel – 3D-gedruckter Werkzeugstahl“ (IZ 200015) beschaffte System ist mit einem 400W starken Laser und einer Plattformheizung mit bis zu 800 °C ausgestattet. Damit können z.B. Werkzeugwerkstoffe mit hohem Kohlenstoffgehalt sowie großer Härte und Verschleißbeständigkeit verarbeitet und neue Legierungen qualifiziert werden.
Bisher wurden mit dem Aconity Metall-3D-Drucker Forschungsprojekte u.a. zu folgenden Themen durchgeführt:
Die bewilligte Ausstattung stellt eine hardware- und softwarebasierte Erweiterung des LPBF-Druckers dar und umfasst unter anderem eine thermische und optische Prozessbeobachtung (Dual-Pyrometer und Highspeed-Kamera), eine Echtzeitregelung und Optimierung der Maschinenparameter (Exposure Control and Monitoring (ECAM) Device und AconityCONTROL) sowie eine Passivierung und Abreinigung der Filtereinheit zur sicheren Verarbeitung reaktiver Materialien wie Aluminium, Titan und Magnesium. Ergänzend dazu ermöglichen ein AconitySTUDIO-Update und weitere Upgrades eine verbesserte Maschinenwartung, Netzwerkfähigkeit und die Erstellung eines digitalen Zwillings. Das Upgrade wird unsere Forschung und Entwicklung in den Bereichen Werkzeuge, Werkstoffe, Nachhaltigkeit sowie Künstliche Intelligenz voranbringen.
Besonders im aktuell laufenden INNO-KOM-Forschungsvorhaben CuPlatt (Modul VF Vorlaufforschung, Förderkennzeichen 49VF230032) lassen sich die Erweiterungen des Systems derart einbringen, dass die ursprüngliche Herangehensweise zur Beschichtungsapplikation erweitert wird. Anstatt ein Blech mittels Walzplattierung auf einen Grundwerkstoff aufzubringen und so die Eigenschaften des Plattier- sowie des Grundwerkstoffs durch einen weiteren Umformprozess zu beeinflussen, lässt sich der Prozess derart gestalten, dass der Verbund durch additive Auftragung des Grundwerkstoffs auf das Cu-FG-Blech geschieht. Schlussendlich sollten sich Verbundsysteme mit gesteigerten Eigenschaften erzeugen lassen.
Die Ausstattung wurde im Rahmen des INNO-KOM-Förderprogramms innerhalb des Moduls IZ „Investitionszuschuss wissenschaftlich-technische Infrastruktur“ unter dem Projekttitel „MPC – Metal Printing Copilot“ (Förderkennzeichen 49IZ250007) bewilligt. Das Förderprogramm unterstützt die innovative Leistungsfähigkeit gemeinnütziger Industrieforschungseinrichtungen, um so die Innovationskraft strukturschwacher Regionen Deutschlands nachhaltig zu stärken.


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