Erste Groß-Systeme für Tool.Lab.NRW – Innovationslabor für disruptive Ansätze in der Werkzeugentwicklung angeliefert.

Nachdem im Dezember 2024 die ersten Systeme für die Maßnahme Tool.Lab.NRW (EFRE-2040085) in Betrieb genommen wurden, konnten heute die ersten beiden Großgeräte in Empfang genommen werden.

Angelieferten wurden zwei TESCAN-Systeme, die uns im Rahmen der zugehörigen Ausschreibungen eines FIB-REMs mit Analytik sowie eines Röntgen-CT mit in-situ Zug-Druck-Stage und Temperierung überzeugen konnten und den Zuschlag erhielten.

Bei den Systemen handelt sich um eine AMBER X2 mit einem EDAX Pegasus EDX/EBSD-System und ein UniTOM XL mit Spectral CT und einem Deben CT5000EC In Situ Zug- und Drucktisch.

Die AMBER X2 ist ein Xenon-FIB-REM der neuesten Generation mit feldfreier REM-Säule, Niedervakuum-Modus zur Analyse von nicht-leitenden Werkstoffen und vollständig neu-entwickelter Plasma FIB Säule. Zusammen mit dem EDAX Pegasus EDX/EBSD-System, ein vollintegriertes System zur simultanen EDX- und EBSD-Analyse mit ausgeprägt hoher Datensammel-Rate, sind nicht nur ex-situ sondern auch Analysen von in-situ Prozessen sowie die Offenlegung von 3-dimensionalen Einflüssen im REM möglichen.

Das UniTOM XL ist ein Röntgen-CT speziell entwickelt mit dem Fokus auf der Bewältigung von schnellen Messaufgaben, wie sie im Rahmen von in-situ Untersuchungen notwendig sind. Mit der Erweiterung zur spektralen Analyse ist es mit dem System möglich, Elemente und Moleküle anhand des Verlaufs und der Höhe des Abschwächungskoeffizienten in Abhängig der Energie und/oder der Lage der K-Kante zu identifizieren und differenzieren.

Die Mitarbeiter der mit der Anlieferung und Einbringung der Systeme beauftragten Spedition hasenkamp group haben beim Handling der großen und schweren Geräte beeindruckende Arbeit geleistet. Viele unserer Mitarbeiter haben es sich nicht nehmen lassen, für einen kurzen Moment die tägliche Arbeit ruhen zu lassen, um Zeuge der nicht-alltäglichen und spektakulären Aktion zu werden.

Nach erfolgreicher Einbringungen der Systeme ins vorgesehene Labor, werden die beiden Systeme in den nächsten Wochen in Betrieb genommen.

Mit den Systemen werden wir in die Lage versetzt, Werkstoffe, Halbzeuge und ganze Produkte umfassend bereits in kleinsten Dimensionen ex- und in-situ zu analysieren und so Herstellprozesse und deren Optimierungsmöglichkeiten offenzulegen, Versagensprozesse zu untersuchen und auf deren Basis Einsatzgrenze abzuleiten. Zusammen mit den bereits im Betrieb befindlichen Systemen zur qualifizierten Probenpräparation ergibt sich eine Prozesskette zur werkstofftechnischen Analyse in verschiedenen Auflösungsbereichen.

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